Das Projekt Systems Engineering für OWL (SE4OWL) erreicht seinen ersten Meilenstein

Vor einem halben Jahr hieß es: „Von Null auf Systems Engineering.“ Im Juni 2020 startete im Rahmen des Technologienetzwerks it’s OWL das Projekt SE4OWL, welches insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den langfristigen und ganzheitlichen Zugang zum Systems Engineering ermöglichen soll. Ziel ist es ein Instrumentarium mit Leitfäden für die ganzheitliche Gestaltung von Systems Engineering in der Organisation zu erarbeiten – unterstützt durch die methodische Expertise des Fraunhofer IEM und der Unity AG sowie durch den MBSE-Toolanbieter Two Pillars.

Erster Meilenstein nach nur sechs Monaten erfolgreich erreicht
Ein halbes Jahr später, im Januar 2021 fand nun die erste Meilenstein-Veranstaltung zum gemeinsamen Austausch der Projektteilnehmer über den aktuellen Stand des Projektes SE4OWL statt. Besprochen wurden die vergangenen Aktivitäten, Zwischenergebnisse sowie die aktuellen Projektfortschritte der vier wichtigen Handlungsfelder: Stakeholdergerechte Methoden & Werkzeuge, Engineering Strukturen, die Intelligenten Technischen Systemen (ITS) gerecht werden, sowie die individuelle und organisatorische Akzeptanz und ein OWL-gerechter Transfer samt Demonstrator.

Folgende wesentliche Ergebnisse konnten in den einzelnen Handlungsfeldern präsentiert werden:

Stakeholdergerechte Methoden & Werkzeuge: Die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter haben bislang zehn Rollencluster identifiziert. Ebenfalls wurde ein initiales Konzept für einen Methodenkoffer umrissen, der Nutzern helfen soll, SE-Methoden auszuwählen, die ihrem Bedarf entsprechen.
ITS-gerechte Engineering Strukturen: Die Gestaltung der SE-Einführung in Unternehmen soll in Form eines Konzeptes bestehend aus vier Bestandteilen erarbeitet werden: Standortbestimmung (mit Reifegradmodell), Zielbildentwicklung, Roadmap-Planung sowie dem Themenfeld SE-Changemanagement.
Individuelle und organisatorische Akzeptanz: Neben der Betrachtung der „Technik“ stehen aber auch die Aspekte „Mensch“ und „Organisation“ im Fokus. Deshalbwird an einer spielerischen Vermittlung von SE gearbeitet, welche durch einen sogenannten Serious Gaming Ansatz erfolgen soll. Ebenfalls wurden drei Qualifizierungsprogramme analysiert: Prozesse und Methoden, eine Methoden-Schulung sowie eine Technik- und Werkzeug-Schulung.
OWL-gerechter Transfer & Demonstrator: Für die unternehmensneutrale Validierung und die Unterstützung des Ergebnistransfers wurde ein erstes Grundkonzept entwickelt, das die Auswirkungen von Veränderungen in den Bereichen Prozesse, Tools und Organisation beschreiben soll. Zudem fließen die Projektergebnisse in einen Demonstrator ein, der sie anhand eines fiktiven Unternehmens verdeutlicht.

Positives Fazit des Lenkungskreises
Das Fazit des Lenkungskreises ist einstimmig: Das Projekt SE4OWL hat seinen ersten Meilenstein erreicht. Alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigten sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf und sehen keine Hindernisse, das Projekt trotz pandemiebedingter Einschränkungen planmäßig fortzuführen. Durch den Einsatz von MS Teams und des Conceptboard-Tools konnten neue Wege der Kommunikation für virtuelle Workshops sowie eine hervorragende Zusammenarbeit des Projektteams sichergestellt werden. Positiv bewertet wurden dabei die Flexibilität, Lernbereitschaft sowie die Disziplin. Die Partnerunternehmen erkennen insgesamt einen klaren Mehrwert in den einzelnen Handlungsfeldern und deren Zwischenergebnissen, insbesondere in der praxisnahen Gestaltung des Methodenkoffers. Die virtuelle Zusammenarbeit ermöglichte es dem Lenkungskreis in sechswöchigen Abständen an den Retro-Terminen teilzunehmen und den Projektstart intensiv zu begleiten. Rückblickend steht somit fest, dass sich das virtuelle Arbeiten – entgegen aller anfänglichen Bedenken – als positiver Treiber für einen sehr produktiven Arbeitsmodus herausgestellt hat. 

Best Practice Einführung Kollaboration

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Autor*in des Beitrags: Daria Wilke Fraunhofer IEM
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